Aufforstung auf der Yucatán Halbinsel

Am 8. März 2015 haben wir unseren ersten Baum auf der Yucatán Halbinsel gepflanzt. Inzwischen besteht unser Pflanz-Team aus 124 Menschen, die gemeinsam über 6.3 Millionen Bäume gepflanzt haben (Stand Januar 2021). Unser Ziel ist klar: Wir wollen 100 Millionen Bäume bis 2030 pflanzen. Dank der fleißigen und effizienten Arbeit unseres Teams, haben wir es geschafft für jeden gespendeten Euro einen neuen Baum zu pflanzen.
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Aufforstung auf der Yucatán-Halbinsel

Am 8. März 2015 haben wir unseren ersten Baum auf der Yucatán-Halbinsel gepflanzt. Inzwischen besteht unser Pflanz-Team aus 124 Personen, die gemeinsam über 6,3 Millionen Bäume gepflanzt haben (Stand Januar 2021). Unser Ziel ist klar: Bis 2030 wollen wir 100 Millionen Bäume pflanzen. Dank der fleißigen und effizienten Arbeit unseres Teams, haben wir es geschafft für jeden gespendeten Euro einen neuen Baum zu pflanzen.
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Aufforstung von Waldflächen und die Wiederherstellung der Wälder

Wir arbeiten an der Wiederherstellung der Waldflächen in und um das Biosphärenreservat Calakmul. Diese Flächen sind zusammen 20.000 Hektar groß – das entspricht einer Fläche größer als Liechtenstein. Unsere Pflanzflächen sind unterschiedlich stark degradiert: Einige Gebiete waren bis vor kurzem noch Weideflächen und weisen nur noch vereinzelte Bäume auf (wie Teile von Las Americas 1 & 5).

Andere Gebiete wurden zwar nie vollständig abgeholzt, doch die wirtschaftlich gesehen wertvollsten Bäume wurden gefällt (wie auf Las Americas 2 & 6). Das hat zur Folge, dass ein Waldstück mit sehr geringer Biodiversität zurückbleibt.

In diesem Waldstück pflanzen wir nur bestimmte Baumarten, hauptsächlich die Arten die vorher entnommen worden waren. Wieder andere Waldteile sind noch nahezu intakt, und weisen eine sehr hohe Artenvielfalt auf. Hier greifen wir so wenig wie nötig ein, schützen den Wald und lassen ihn sich von ganz alleine regenerieren (wie auf Las Americas 3 & 4).

22,500 Hectares on Yucatán and hundreds of small farmers in Mexico

Wir pflanzen ~ 20 einheimische Baumarten

Bisher haben wir überwiegend 8 verschieden Baumarten gepflanzt. Dieses Jahr pflanzen wir jedoch 20 Baumarten, um der ursprünglichen Artenvielfalt näher zu kommen. Viele dieser Baumarten, die wir hinzufügen, wachsen etwas langsamer, können aber durch ihr dichtes Holz viel mehr Kohlenstoff speichern.
  • Ramón (Brosimum alicastrum)
  • Chakaj (Bursera simaruba)
  • Chacté Viga (Caesalpinia mollis)
  • Ceiba (Ceiba pentandra)
  • Luuch/Jicara (Crescentia cujete)
  • Pich/Guanacaste (Enterolobium cyclocarpum)
  • Madre de cacao (Gliricidia sepium)
  • Pixoy (Guazuma ulmifolia)
  • Palo de tinte (Haematoxylum campechianum)
  • Guayacan amarillo (Handroanthus chrysanthus)
  • Waxim (Leucaena leucocephala)
  • Tzalam (Lysiloma latisiliquum)
  • Jabín (Piscidia piscipula)
  • Passak (Simarouba glauca)
  • Caoba (Swietenia macrophylla)
  • Maculis (Tabebuia rosea)
  • Cedro (Cedrela odorata)
Dazu kommen bis zu 10 weitere Arten aus unserem Saatgut-Sammelprogramm.

Wir Pflanzen ~20 Einheimische Baumarten

Bisher haben wir überwiegend 8 verschieden Baumarten gepflanzt. Dieses Jahr pflanzen wir ca 20 Baumarten. Viele dieser Baumarten die wir hinzufügen, wachsen etwas langsamer, können aber durch ihr dichtes Holz viel mehr Kohlenstoff speichern, als schneller wachsende Sorten.
  • Ramón (Brosimum alicastrum)
  • Chakaj (Bursera simaruba)
  • Chacté Viga (Caesalpinia mollis)
  • Ceiba (Ceiba pentandra)
  • Luuch/Jicara (Crescentia cujete)
  • Pich/Guanacaste (Enterolobium cyclocarpum)
  • Madre de cacao (Gliricidia sepium)
  • Pixoy (Guazuma ulmifolia)
  • Palo de tinte (Haematoxylum campechianum)
  • Guayacan amarillo (Handroanthus chrysanthus)
  • Waxim (Leucaena leucocephala)
  • Tzalam (Lysiloma latisiliquum)
  • Jabín (Piscidia piscipula)
  • Passak (Simarouba glauca)
  • Caoba (Swietenia macrophylla)
  • Maculis (Tabebuia rosea)
  • Cedro (Cedrela odorata)
Und bis zu 10 weitere Arten aus unserem Saatgutsammelprogramm.

Halb-immergrüner Tropenwald

Wir arbeiten daran einen halb-immergrünen Tropenwald wiederherzustellen. Obwohl es sich auch um einen tropischen Regenwald handelt, ist dieser Wald ganz anders als wie wir ihn uns vielleicht vorstellen mögen. Diese Art von Wald hat eine Trockenperiode von 4-6 Monaten, in der es kaum bis gar nicht regnet. 25-50% der Bäume werfen in dieser Zeit ihre Blätter aus Wassermangel ab. 

In Campeche, dem mexikanischen Staat, indem wir arbeiten, sind 8.1% der Waldflächen seit 2002 verloren gegangen. Wenn wir dieses Ökosystem mit unseren Pflanzungen restaurieren, profitiert davon auch die Tierwelt. In Campeche, sind der Jaguar und der Tapir aufgrund von Abholzung und Rodung vom Aussterben bedroht. Der Lebensraum vieler Tierarten schwindet, Waldflächen werden oft durch menschliches Einwirken verkleinert und zerteilt.

Auf unseren Pflanzflächen wachen wir oft von den Rufen der Brüllaffen in der nähe des Camps auf. Einige unserer Mitarbeiter haben sogar schon Jaguare gesehen. Dosenschildkröten sehen wir häufig. Wir hoffen, auch in den nächsten Jahren noch viele weitere tierische Bekanntschaften in unserem Wald machen zu können und arbeiten hart daran, diesen auch als Lebensraum für sie zu erhalten, zu vergrößern und zu verschönern.

Ecological & diverse forestation

Unser Team aus 124 Mitarbeitenden

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85 Wiederaufforsterinnen

die Bäume pflanzen und für bestehende Bäume Platz schaffen, in dem sie schnell wachsendes Gras in der Trockenzeit mit Macheten entfernen. (Etwa in Drittel dieser Menschen arbeitet saisonal.)

4 Pflanzflächen-Manager*innen

die je ein Team von 20 Aufforster*innen anleiten.
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13 Baumschultechniker*innen

die Samen sammeln, aussäen, pflegen und die Setzlinge für die Pflanzungen vorbereiten. (nicht direkt bei Plant-for-the-Planet angestellt).

6 Ökolog*innen und Forstingenieur*innen

die Flächen auswählen, Bepflanzungen und Baumpflege planen und Experimente organisieren.
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4 Datenerfasser*innen

die Bäume vermessen, nach Anzeichen von Krankheit oder Befall Ausschau halten und Wurzel-, Blatt- und Bodenproben nehmen.

6 Köch*innen

die in unseren drei Küchen arbeiten und für alle Angestellten Mahlzeiten am Tag zubereiten.
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4 Handwerker*innen

die die Unterkünfte unserer Mitarbeitenden bauen und in stand halten.

2 Mechaniker*innen

die unsere Baumschulfahrzeuge, Traktoren, Busse und Pflanzmobile warten und pflegen.
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Unser Team aus 124 Mitarbeiter*innenUnser Team aus 124 Mitarbeiter*innen

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85 Wiederaufförster*innen

die Bäume pflanzen und für bestehende Bäume Platz schaffen, in dem sie schnell wachsendes Gras in der Trockenzeit mit Macheten entfernen. (Ein Drittel dieser Menschen arbeitet saisonal.)
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4 Pflanzflächen-Manager*innen

die je ein Team von 20 Aufförster*innen anleiten.
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13 Nursery technicians

die Sameen sammeln, aussäen, pflegen und für die Pflanzungen vorbereiten. (nicht direkt bei Plant-for-the-Planet angestellt).
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6 Ökolog*innen und Forstingenieur*innen

die Flächen auswählen, Bepflanzungen und Baumpflege planen und Experimente organisieren.
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4 Datenerfasser*innen

die Bäume vermessen, nach Anzeichen von Krankheit oder Befall Ausschau halten und Wurzel-, Blatt und Bodenproben nehmen.
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6 Köch*innen

die in unseren drei Küchen arbeiten und für alle Angestellten 3 Mahlzeiten am Tag zubereiten.
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4 Handwerker*innen

die die Unterkünfte unserer Mitarbeiter*innen baut und in Stand halten.
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2 Mechaniker*innen

die unsere Baumschulfahrzeuge, Traktoren, Busse und Pflanzmobile in Gang halten.

Project Leaders

  • Dr. Leland Werden
    Direktor der Wissenschaft
    Google Scholar
  • Leland, ein Restaurationsökologe, wuchs in New Hampshire, USA, auf. Er promovierte während seines Studiums der Pflanzen- und Mikrobenbiologie bei Dr. Jennifer Flowers an der University of Minnesota, St. Paul und setzte später seine Forschung am Lyon Arboretum, University of Hawai'i fort. Seit März 2021 ist er wissenschaftlicher Leiter bei Plant-for-the-Planet, wo er für die langfristige strategische Planung unserer Waldrestaurierung und -erhaltung auf der Halbinsel Yucatan verantwortlich ist.
  • Dr. Anna K. Z. Carbonell
    Direktor des Yucatán-Restaurierungsprojekts
    Research Gate

  • Anna wuchs in Chetumal auf, einer kleinen Stadt auf der Halbinsel Yucatán, etwa zwei Stunden von unseren Restaurations-Standorten entfernt. Nach ihrem Bachelor-Abschluss an der Universidad Autónoma de Yucatán (Mexiko) und einem Master in Ökologie an der University of Glasgow (UK), promovierte sie in Ökologie an der University of Stirling (UK). Seit Oktober 2020 ist Anna die operative Leiterin der Yucatán Wiederaufforstung und arbeitet von unserem Basislager am Rande des kleinen Dorfes Constitución in Mexiko aus.
    Continuous Research for Climate Justice

    Renaturierungsökologische Forschung

    Dank der Unterstützung der Stiftung PlanBe, betreiben wir seit Januar 2020 eine 90 Hektar große Forschungsfläche. Mit der Unterstützung unseres Teams führen dort Wissenschaftler:innen der ETH Zürich und des Imperial College London großflächige Aufforstungsversuche durch. Ergebnisse von Aufforstungsarbeit sind schwer messbar, oft sehr kompliziert und variieren stark. Die Größe dieser Forschungsfläche erlaubt es uns, wissenschaftliche Theorien aufzustellen und zu überprüfen, die das Design und die Durchführung von Aufforstungsprojekten in tropischen Regenwäldern verbessern und grundsätzlich effizienter machen könnten. Wir hoffen, dass die Forschung es uns - und anderen Praktikern - ermöglicht, die Wiederherstellung von Tropenwäldern zu verbessern.

    In einem Experiment mit 16.000 Bäumen versuchen wir zu verstehen, wie viele der zu pflanzenden Bäume Stickstoff-fixierende Arten sein sollten, um das Wachstum und die Überlebensrate insgesamt zu optimieren. Viele Arten der Fabacae Familie haben die besondere Fähigkeit durch eine Partnerschaft mit Mikroben atmosphärischen Stickstoff zu binden und den Boden zu düngen. Dadurch helfen sie auch Bäumen, die selber keinen Stickstoff binden können. 

    Außerdem arbeiten wir an einem Experiment mit degradierten Waldböden, und versuchen herauszufinden, ob wir durch die Zugabe von gesunder Walderde die Überlebensrate von jungen Bäumen erhöhen können. 

    Neben unserer Arbeit auf der Yucatán Halbinsel arbeiten wir gemeinsam mit unseren Partnern an Aufforstungsprojekten in Zentralmexiko. Wir leiten Baumspenden an Plant-for-the-Planet bei Bedarf auch an eins dieser beiden Projekte weiter.

    Zahlen, Daten, Fakten herunterladen
    Erfahren Sie mehr auf unserer Projektdaten-Seite

    FAQs

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    Volcano Valley Wiederaufforstung bei Toluca

    Die Wälder in Mexiko, dem bevölkerungsreichsten Staat des Landes, sind durch die Zerstörung großer Waldflächen durch Abholzung, Waldbrände und durch Überweidung zunehmend bedroht. Schlechtes Management der natürlichen Ressourcen verschlimmert die Situation. Oft hat sich die Bodenqualität bereits so weit verschlechtert, dass eine natürliche Regeneration der Wälder nicht mehr realistisch ist. Nachhaltige Wiederaufforstung ist hier die letzte Option, um weitere Erosion zu verhindern, indem die schützende Vegetation erneuert und die Bodenfruchtbarkeit erhöht wird. So können die verbliebenen Wälder und ihre Ressourcen für die Zukunft gerettet werden. Mit diesem Ziel vor Augen vereinbarten Plant-for-the-Planet Mexico A.C. und PROBOSQUE, eine dem mexikanischen Umweltministerium zugeordnete Organisation, im September 2019 eine Kooperation im Bundesstaat México (Hauptstadt Toluca). Noch im selben Jahr wurden die ersten 2,8 Millionen Bäume gepflanzt. Das Besondere an diesem Projekt ist, dass die Aufforstung insgesamt 197 Teilflächen unterschiedlicher Größe umfasst, die alle in kleinen, meist ländlichen Strukturen bewirtschaftet werden. Davon sind 92 gemeinschaftlich bewirtschaftete Ejidos (insgesamt 1.913.775 Bäume), die restlichen Flächen verteilen sich auf Kleinbauern (619.925 Bäume) und Kooperativen (290.300 Bäume). Im Rahmen der Pflanzkooperation mit Plant-for-the-Planet erhalten sie nicht nur Unterstützung bei der Aufforstung selbst, sondern werden auch beraten, wie sie ihre Wälder pflegen und im Sinne einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung für die Zukunft sichern sowie als Ökosystem insgesamt schützen können. Alle wiederhergestellten Flächen sind zu Schutzgebieten erklärt worden. Bei der Auswahl der neu gepflanzten Bäume wurde darauf geachtet, dass eine Mischung aus einheimischen, für diesen Teil des Landes geeigneten Baumarten ausgewählt wurde. Dazu gehören verschiedene Kiefernarten, Agaven, eine Mimosenart und die mexikanische Zypresse. Sie fügen sich optimal in die noch vorhandenen Wälder ein und tragen so zum Erhalt der lokalen Artenvielfalt an sekundären Pflanzen und Tieren bei. Bis Ende 2020 werden wir gemeinsam mit den in Kooperativen organisierten Kleinbauern weitere 1.500.000 Millionen Bäume gepflanzt und damit die Verantwortung für die Baumpflege auf viele Schultern verteilt haben.
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    Andere Pflanzprojekte

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    Malaysia
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    Ecuador
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    Costa-Rica